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Reload Festival - Sulingen (14.08.2025 - 16.08.2025)
Herzlichen Glückwunsch zu 20 Jahren Reload! Das Wetter ist passend zum Jubiläum übertrieben sonnig, so dass der angemessenen Sause nix mehr im Wege stehen kann. Nun denn:

Donnerstag

Die Anreise erfolgt wie gehabt ohne größere Probleme, jedoch bekommen wir in diesem Jahr zum ersten Mal keinen Parkplatz direkt vorm JOZZ, was schon mal als erster handfester Skandal durchgeht. Internetempfang ist schon dort nicht mehr vorhanden, glücklicherweise haben wir im Pressebereich WLAN, ansonsten wäre das ein ziemlicher Social-Media-Detox für mich geworden ;)
Nach den ersten Kaltgetränken wird der Merch-Stand angesteuert – die Festival-Shirts sind auf stattliche 35€ geklettert, was ja leider mittlerweile Standard geworden ist ( die Bandshirts kosten bis zu 45€, lobenswerte Ausnahme: The Exploited mit 25€ ). Allerdings wartet das restliche Merch mit sehr humanen Preisen auf, und so marschieren wir mit dem Reload-Shampoo im Rucksack zum Spanferkel-Brötchen-Stand, der sich in strategisch günstiger Nähe zum Mexikaner-Zelt ( dem Bermuda-Dreieck des Reload ) befindet.
Dope ist dann die erste Band, die wir uns ansehen. Und die Amis um Edsel Dope machen uns den Einstieg mit „Die MF Die“ und „You Spin Me Round Like A Record“ sehr einfach, auch wenn uns bereits im Stehen die Suppe über den Rücken läuft. Es ist so unfassbar drückend und heiß, man schwitzt einfach vom Nichtstun. Also ordentlich Flüssigkeit nachschütten…
Ein trefflicher Übergang zur nächsten Band, The Butcher Sisters, kurz TBS. Wer sein Set mit dem „Nudelsong“ eröffnet, hat eigentlich schon gewonnen, und so kommt es, wie es kommen muss: Die Jungs räumen mit „Bierdurst“, „White Monster“ sowie „Drachentöter“ beim feierwilligen Publikum komplett ab.
Bleed From Within sehen wir quasi im „Vorbeigehen“, eigentlich schade, denn das Gehörte gefällt mir ziemlich gut. Allerdings brauche ich heute meine letzten Reserven für Static-X, die nun endlich im dritten Anlauf ihren ersten Reload-Auftritt absolvieren. Damals, 2007, war das sogar der Hauptgrund dafür, dass ich zur zweiten Ausgabe des Festivals nach Twistringen gefahren bin – leider hat damals der Bandbus schlappgemacht und der Auftritt musste ins Wasser fallen. Heute jedoch ist es endlich soweit und die Jungs feuern im Laufe der 55 Minuten fast das gesamte Debütalbum „Wisconsin Death Trip“ auf‘s Feld – was für eine geile Oldschool-Rutsche!
„Bled For Days“ als Opener gibt direkt die Richtung vor, und die Highlights des besagten Albums werden von weiteren Großartigkeiten wie „Cold“, „Black & White“ oder auch „Get To The Gone“ ergänzt. Hervorheben muss man die Leistung von „XerO“, hinter dem wohl Edsel Dope steckt. Er schafft es, Originalsänger Wayne Static, der 2014 von uns gegangen ist, wieder auferstehen zu lassen, klingt und bewegt sich fast exakt wie er – Wahnsinn, maximaler Respekt!
Die Kings of „Evil Disco“ beenden diese beeindruckende Show ( die mit allerhand Gimmicks visuell untermalt wird ) mit den Hits „I‘m With Stupid“ sowie „Push It“, zu denen noch mal richtig gebangt und abgezappelt wird.
Danach bin ich fertig mit der Welt und schaue mir Trivium nur noch vom Auto aus an ( Autokino quasi ). Selbst mir als Nicht-Band-Intimus fällt auf, dass das Set eher ungewöhnlich ausfällt – Hauptaugenmerk wird auf das Durchbruchalbum „Ascendancy“ gelegt. Auf der abgelaufenen Tour wurde das Album noch komplett am Stück gespielt, heute schaffen es immerhin 5 Stücke daraus ( unter anderem „Pull Harder On The Strings Of Your Martyr“ bereits an zweiter Stelle ) ins Set. Weiterhin gibt es mit „Master Of Puppets“ noch eine ziemlich amtliche Metallica-Verbeugung, bevor „In Waves“ bereits so ganz langsam den Endspurt einleitet. Es folgen 4 weitere Stücke, dann übergeben Trivium an Fear Factory – das bekomme ich dann aber leider nicht mehr mit.

Freitag

Der Freitag beginnt mit Kaffee, Frikadellen-Brötchen, Mexikaner und Mambo Kurt – es gibt deutlich schlimmere Optionen, in einen Freitag zu starten. Es ist noch deutlich vor 11 Uhr, als bereits ( oder immer noch ) die ersten Leute ( darunter auch 8 „Go-Go‘s“, die auf der Bühne „tanzen“ ) deutlich Schlagseite haben und so unterschiedliche Songs wie „Maria ( I Like It Loud )“, „Jump“, „Killing In The Name“ oder aber auch „Remmidemmi“ gnadenlos abfeiern. Heimlicher Star auf der Bühne ist die Dame in dem Aldi-Top, der Aldi-Hose, den Aldi-Socken und den Aldi-letten ( der Hut und die Sonnenbrille waren vermutlich ebenfalls aus dieser Kollektion, das konnte ich aber nicht 100%ig erkennen ).
Das Medley aus Wunschsongs der Crew besticht mit der Weltklasse-Zeile „Hello, my name is Mambo Kurt and I‘m a dumb white guy“ ( „Fire Water Burn“ - Bloodhound Gang ).
Wobei man aber auch sagen muss, dass besagte Nummern wunderbar auf der Heimorgel funktionieren. So ist es nur folgerichtig, dass das Konzert mit „Sing Hallelujah!“ von Dr. Alban und einer Polonaise endet. Was für ein Auftakt!
Hanabie. schaue ich mir auf Empfehlung von Kollege DSvK an, und ich sollte nicht enttäuscht werden – die 4 Mädels sehen zwar zuckersüß aus, lassen es aber amtlich krachen und haben mit ihrem schrägen Sound und Erscheinungsbild recht schnell den jüngeren Teil des Publikums auf ihrer Seite. Vor allem die Drummerin beeindruckt an ihrem Instrument und ehe man sich versieht sind auch hier urplötzlich 40 Minuten vergangen.
Der Kontrast zu The Halo Effect könnte nun kaum größer sein, aber auch das macht das Reload für mich und viele andere Besucher nun einmal aus. Die Schweden jedenfalls zocken die Höhepunkte ihrer 2 Alben, darunter Kracher wie „Detonate“, „Shadowminds“ und „Gateways“, welche sehr wohlwollend aufgenommen werden. Auch wenn sie musikalisch fast schon ein Exot auf dem diesjährigen Billing sind, werden The Halo Effect nach ihrem Auftritt mit minutenlangen Sprechchören verabschiedet. Musikalisch mit das Hochwertigste an diesem Wochenende. Und noch einmal der Vermerk, dass Mikael Stanne einer der charismatischsten Frontmänner überhaupt ist. Nach dem Konzert steht er noch minutenlang am Bühnenrand und ist sichtlich gerührt über den Zuspruch des Publikums. Gänsehautmoment.
Prong habe ich mittlerweile schon so oft gesehen ( auch hier auf dem Reload ), dass man dabei gerne vergisst, um was für eine geniale Live-Band es sich dabei handelt. Aber spätestens, wenn „Beg To Differ“ ( als Opener ), „Unconditional“ oder „Revenge... Best Served Cold“ bei fettesten Soundverhältnissen aus der Box drönen, fällt es einem wieder ein. Es ist eigentlich unglaublich, WIE unterschätzt diese Band ist. „Broken Peace“, „Whose Fist Is This Anyway“ sowie „Snap Your Fingers, Snap Your Neck“ beenden einen gewohnt fulminanten Auftritt, der Lust auf deutlich mehr macht.
Danach können es sich die momentan schwer angesagten Landmvrks ( dämliche Schreibweise… ) leisten, direkt mit ihrem besten Song ( „Creature“ ) zu starten. Was bei anderen Bands danach zu einem Stimmungsabfall führen würde, ist bei den Franzosen allerdings nur der Startschuss zu einem Parforceritt durch 45 Minuten Metalcore Deluxe. Immer wieder erinnern sie mich dabei an eine härtere Variante von Linkin Park, was ja auch nicht die schlechteste Referenz ist. Beeindruckender Auftritt.
Danach kann ich eine weitere Band von meiner „Muss ich unbedingt noch live sehen“-Liste abhaken – nämlich The Exploited. Bereits seit 1980 und somit 3 Jahre länger als ich aktiv, haben sich unsere Wege bis heute noch nicht gekreuzt – schön, dass sich das endlich ändert. Wattie Buchan und seine Mannschaft bieten eine solide Show, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Nach „Fuck The System“ mache ich mich aber schon mal langsam auf den Weg Richtung Mainstage, wo sich eine weitere Legende auf ihren ersten Reload-Auftritt vorbereitet:
Ministry. Doch die Vorbereitung nützt erstmal nichts, statt „Thieves“ heißt der erste Song „Technical Difficulties“ ( O-Ton Al Jourgensen ) und die nächsten Minuten passiert erst mal nix. Die Art und Weise wie Al die Bühne verlässt lässt mich bereits einige Horror-Szenarien durchspielen, immerhin hatte ich mich riesig auf den Auftritt gefreut. Einige Minuten später sind die Probleme behoben und die Band startet tatsächlich mit „Thieves“, einem ihrer besten und bekanntesten Songs. Der Sound ist brutal laut, gefühlt doppelt so laut wie der Rest des restlichen Line Ups, der schon nicht gerade in die Kategorie „Leise“ fällt. Den guten Sound gibt es beim Reload ja quasi jährlich frei Haus, das ist immer wieder ein besonderes Lob wert. Die Band kommt beim Publikum wie erwartet eher durchwachsen an, kann mich mit der Hitdichte ( „Rio Grande Blood“, „LiesLiesLies“, „Just One Fix“, „N.W.O.“, „Jesus Built My Hotrod“ ) allerdings komplett abholen. Ich mag diese Ausreißer, die nicht immer 100%ig in das restliche Programm reinpassen. Schön auch, dass sich aktuellere Songs wie „Goddamn White Trash“ nahtlos ins Programm einfügen.
Was Gojira im Anschluss anreichen, kann man getrost als Naturgewalt beschreiben. Der mächtige Sound der Reload-Hauptbühne kommt den Franzmännern spürbar zugute, die ausgeklügelte Setlist tut ihr Übriges. Der Auftritt kommt einer Ganzkörper-Reizüberflutung gleich, die nur gelegentlich unterbrochen wird. Mitunter wird es sogar unerwartet humoristisch, wenn etwa Drummer Mario Duplantier Schilder in deutscher Sprache zum Publikum richtet, auf denen er beispielsweise 5 Minuten „Doppelpedal nonstop“ anbietet – und das beim folgenden Song dann auch konsequent umsetzt. Sogar der „Olympia-Song“ ( „Mea Culpa“ ) wird gespielt, zu „The Chant“ gibt es dann ein etwas langwieriges Mitsing-Spielchen. Da wäre ein weiterer Song ( „Magma“!!! ) deutlich zielführender gewesen, zumal die Band 10 Minuten zu früh die Bühne verlässt. Trotzdem: In Kombination mit dem tollen Bühnenbild incl. Videoleinwand eine atemberaubende Show, die an diesem Wochenende Seinesgleichen sucht.
Selbst erfahrene Vollprofis wie Machine Head müssen nun schon mit „Imperium“ starten, um danach nicht komplett unterzugehen. Und der Plan geht auf: Robb Flynn spielt all seine Erfahrung aus und kredenzt Sulingen ein Best-Of-Programm mit nur wenigen, dafür aber sehr gut funktionierenden neueren Songs ( „Choke On The Ashes Of Your Hate“, „Bonescraper“, „Is There Anybody Out There?“ ). Kombiniert mit den Klassikern „Ten Ton Hammer“, „Locust“ und „Now We Die“ entsteht ein fulminantes, mitreißendes Gemisch, welches sich zum Ende hin in „Davidian“ und „Halo“ komplett entlädt – imposantes Feuerwerk zur Untermalung inclusive. Kurz vorher werden mit „Bulldozer“ und „From This Day“ noch 2 Songs gereicht, deren Ursprungs-Alben leider zu Unrecht etwas stiefmütterlich behandelt werden – in der Live-Situation hat sich allerdings gezeigt, dass diese Songs allen Unkenrufen ( was genau ist eigentlich ein Unkenruf? :D ) zum Trotz zu festen Bestandteilen einer Machine-Head-Show geworden sind. Finde ich geil. Genau wie den Gastauftritt von Gojiras Joe Duplantier bei der Coverversion von Sepulturas „Territory“. Was für ein großartiger Ausklang eines tollen Festivaltages.

Samstag

Der Tag startet mit Kaffee und Schnitzel-Brötchen ( ein Hoch auf die Abwechslung! ), während im Hintergrund einige Leute Metal Yoga praktizieren. Dazu spielt auf der Plaza-Stage bereits die Frog Bog Dosenband, und die Bewegungen stimmen – wenn auch ungewollt – schon ziemlich gut überein. Obwohl ich die Band bislang noch nie so richtig live gesehen habe ( nur mal so wie heute als Hintergrundmusik ), kenne ich doch so einige der dargebotenen Songs ( „Ding Dong“, „Schaufelradbaggerverleih“ ), was mich einigermaßen ratlos und irritiert zurücklässt.
Abandoned In Destiny eröffnen dann die Hauptbühne und haben einige Fans mitgebracht, die auch schon zu dieser frühen Uhrzeit ( 10:45 – 11:20 Uhr ) den ersten Circle Pit starten. Nicht übel. Anschließend latschen wir mal zum örtlichen E-Center, um den festivaleigenen Likör der Kornbrennerei Mackenstedter zu kaufen, nur um dann festzustellen, dass die limitierte Auflage bereits ausverkauft ist. Aber auf dem Rückweg wird ein weiteres To-Do abgehakt, welches wir jahrelang auf dem Zettel hatten: Bimmelbahn fahren! Geil. Einmal komplett um die Campingplätze umzu, ständig steigen neue Leute dazu, Stimmung ist sehr launig – leider hatten wir kein Getränk dabei, das werden wir nächstes Jahr definitiv ändern ;)
Apropos launig, aus einer Laune heraus möchte ich mir Blood Command anschauen, ohne wirklichen Plan. An der Bühne angekommen kommt mir bereits das Bandlogo auf dem Backdrop ziemlich bekannt vor – und tatsächlich: von denen habe ich ja sogar ne Scheibe im Regal stehen!
Hatte ich wohl verdrängt. Egal. Die nun folgenden 40 Minuten sind in Worten kaum zu beschreiben und ich muss zugeben, dass selbst ich in meiner bewegten Konzert-Historie kaum etwas Vergleichbares gesehen habe. Sängerin Nikki Brumen erklärt gleich zu Beginn, dass sie ihre Periode hat, auf diese Information haben natürlich alle gewartet ;)
Song für Song entledigt sie sich dann immer weiter ihrer Klamotten, am Ende der Show steht sie in einem Bikini-ähnlichen Zweiteiler und mit blankem Arsch vorm Publikum. Holger und ich haben uns bei jedem Song mindestens einmal fragend angeschaut, weil immer wieder etwas Unvorhergesehenes passiert ist – sich selbst anrotzen, Blow-Job mit einem Drumstick, die Blutgrätsche, halbnacktes Crowdsurfing – es wurde niemals langweilig, und mangelnden Körpereinsatz kann man der Guten nun wirklich nicht vorwerfen. Im Zusammenhang mit der teils heftig rifflastigen Mucke hat mir das ziemlich gut gefallen – ein wahres Erlebnis.
Erneutes Kontrastprogramm: Die Pressekonferenz mit den Veranstaltern. Wie gewohnt sehr informativ und mit süffisanten Untertönen, aber auch jederzeit transparent auf Kritik eingehend ( z.B zur Anreise-Problematik – bereits am Mittwoch haben 2/3 der Besucher das Frühreise-Angebot wahrgenommen und es kam teils zu stundenlangen Wartezeiten ). Auf das Jubiläum angesprochen reagiert Reload-Chef Andre Jürgens sehr emotional und verdrückt sogar eine Träne aus Demut, Dankbarkeit und Stolz. Man möchte ihn einfach nur drücken.
Kontrastprogramm! :D Rise Of The Northstar ( schon wieder Franzosen! ) schleudern ihre moderne Version des Hardcore ins Rund, welches die Vorlage dankbar annimmt und den engagierten Auftritt mehrheitlich goutiert. Kurz vor dem Ende eile ich dann zur kleineren Plaza-Stage, um mir die brasilianischen Damen von Crypta von einem guten Platz weiter vorne anzuschauen – den Plan hatten scheinbar mehrere Leute, denn es wird zunehmend voller vor der Bühne. Immer wieder erstaunlich, mit welcher Vehemenz die Mädels ihre Instrumente bearbeiten, zumal Drummerin Luana Dametto und Gitarristin Tainá Bergamaschi nun wirklich sehr zierliche Geschöpfe sind. Mit den Hits „From The Ashes“ und „Lord Of Ruins“ knüppeln sich die 4 in die Herzen so mancher Zuschauer, selbst ein Stromausfall ( den die Mädels scheinbar nicht bemerken und einfach unplugged weiterspielen ) kann den Durchmarsch nicht stoppen. Auch Crypta werden nach ihrem Auftritt mit lang anhaltenden Sprechchören von der Bühne verabschiedet. Großartig!
Fit For A King sehe ich leider nur zur Hälfte, da sich Kollege DSvK verabschiedet. Den Auftritt empfinde ich als sehr gelungen und werde die Band weiter im Auge behalten.
Crystal Lake sehe ich dann relativ spontan und ungeplant, aber wie so oft auf dem Reload wird auch dieses „Versehen“ zu einem freudigen und absolut positiven Ereignis. Danach dürfen dann die Donots auf der Mainstage ran und wissen ihre relativ kurze Spielzeit mit all ihrer Routine gekonnt zu nutzen. Der Hit „Calling“ erklingt bereits an zweiter Stelle im Set, und spätestens ab da singen alle mit. Nach einer Stippvisite im Publikum hat Sänger Ingo die Sulinger eh um den Finger gewickelt und die Band darf ihren Auftritt erneut unter der Kategorie „sehr gelungen“ verbuchen – zahlreiche Lobhudeleien auf‘s Reload inclusive, schließlich hat die Band bereits bei der ersten Ausgabe 2006 auf der Bühne gestanden und das Festival seitdem immer wieder beehrt und somit auch kontinuierlich wachsen sehen.
Den diesjährigen Schlusspunkt setzen dann für mich Mastodon, und das ist mal wirklich ein krönender Abschluss. Schon als Intro läuft „Crazy Train“ von Ozzy in voller Lautstärke, dann betritt Drummer Brann Dailor im Ozzy-Shirt die Bühne. Das Ozzy-Worshipping geht dann schließlich so weit, dass als letzter Song „Supernaut“ von Black Sabbath gecovert wird. Vorher spielt die Band aber noch ein schönes Set mit Hits wie „The Motherload“, „Black Tongue“ und natürlich “Blood & Thunder“, zu denen noch einmal ordentlich die Matte geschüttelt wird. Sogar Troy Sanders fällt die Security positiv auf, er erwähnt sie sogar ausdrücklich und überschwänglich, das sagt eigentlich alles über dieses Festival aus.

Als Fazit überwiegen wie jedes Jahr ausschließlich die positiven Dinge:

• Schön, dass nun zwischen den Bands 5 Minuten Pause eingebaut wurde, wenn man von einer Bühne zur anderen eilen muss, ist das Gold wert und hat auch fast immer geklappt.
• Wie immer: der Aufbau und die Organisation sowie der Wille der „Macher“, auf die Wünsche und Kritik der Besucher transparent einzugehen. Und alles, was irgendwie machbar ist, wird auch umgesetzt.
• Wie immer: die stets gut gelaunte Security, die sogar die Sanitäter Crowdsurfen lässt und alle haben Spaß – genial.
• Wie immer: der fabelhafte Sound – was für ein Brett!
• Wie immer: das Line Up – super Mischung aus Live-Garanten ( Machine Head ), Überraschungen ( Hanabie. ), angesagten Bands, die die Zukunft des Metals darstellen ( Gojira ) sowie ein, zwei Klamaukkisten ( Mambo Kurt ), die einfach nur Spaß machen und für Abwechslung sorgen.

Negativ:
• Die Preise für Merch + Essen: Ein Shirt sollte nicht 35€ und ein Stück Pizza schon mal gar nicht 10€ kosten.
• Leider äußerst bescheidener Internet-Empfang.
• Liste der verpassten Bands: Fear Factory, Downset, While She Sleeps, Kataklysm, I Prevail, The Browning, Drowning Pool.

Shoutout an „Amy‘s Weinhaus“, die ihre Einnahmen nach dem Festival ans lokale Tierheim spenden. Eine von vielen weiteren schönen Randnotizen.

Wir sehen uns im nächsten Jahr!

Eisen-Dieter

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